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Emotionale Achterbahn

22.06.2011 von Hartmut Gäßler (Kommentare: 0)

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Märkische Allgemeine
Zossener Rundschau
20.06.2011 S.17

 

Emotionale Achterbahn

 

FUSSBALL

 

Grün-Weiß Großbeerens Damen und

die Ü 35 des BSC gewinnen den Cup

 

Großbeerens Frauen verteidigen den Kreispokal – und manch einer erlebte gestern als Spieler und Trainer eine emotionale Achterbahnfahrt.

 

Von Lars Sittig und Rainer Rosenthal

 

ZOSSEN

 

Als der Sekt spritzte, am Sonntagmittag, wurde die Zeit knapp für Henri Längert. Längert eilte in die Kabine und machte sich bereit für seinen Einsatz bei der Ü 35 des SV Grün-Weiß Großbeeren. Wenig später wurde in der HDS-Arena in Waltersdorf sein zweites Kreispokal-Endspiel angepfiffen, dieses Mal als Spieler – und unterschiedlicher hätten die beiden Partien kaum enden können.

Die Damenmannschaft des SV Grün-Weiß siegte mit Coach Längert souverän mit 5:0 gegen Phönix Wildau, die Ü 35 des SVGW scheiterte in der Verlängerung an der zweiten Mannschaft des BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow (2:2, 2:5).

„Als Trainer war es ein sehr schöner Tag, als Spieler natürlich ein sehr ärgerlicher, wenn man so kurz vor dem Ende noch den Ausgleich kassiert und dann in der Verlängerung verliert“, sagte Längert am Abend.

Zu diesem Zeitpunkt war der Tross aus Großbeeren noch in das Sportcasino auf dem Eichenhügel eingekehrt und Roland Blenn, der Trainer der Ü 35 sprach ebenfalls von einer „sehr unglücklichen Niederlage“.

Zweimal hatte Grün-Weiß nach Toren von Mirko Panienka geführt, zweimal glich der BSC 07 aus – das 2:2 fiel erst kurz vor dem Abpfiff der regulären Spielzeit nach 80 Minuten.

Am Ende siegte der BSC Preußen II durch Tore von Andreas Scheffczyk, Dieter Röschke, Thomas Nieland und Stefan Knuth (2) mit 5:2.

„Die Verlängerung war dann der Knackpunkt“, sagte Blenn. „Schade, das wurmt mich schon sehr, es wäre ein schöner Abschluss gewesen.“

 

Blenn wird wie einige Spieler in die neu formierte Ü 45 des SV Grün-Weiß wechseln.

Trotzdem sei es mit dem Aufstieg in die Kreisliga als Zweiter der 1. Kreisklasse und dem Erreichen des Pokal-Endspieles eine sehr gute Saison gewesen, fand Blenn.

Wie zur Untermalung drang plötzlich Jubelgebrüll aus dem Sportcasino: Die Damen des SVGW feierten ihren zweiten Pokalsieg in Serie. „Auch viele neutrale Betrachter haben gesagt, dass wir ein sehr gutes Spiel gemacht haben“, berichtete Längert.

Großbeeren hatte Phönix Wildau, das in der Kreisliga mit drei Punkten Vorsprung Meister vor Grün-Weiß geworden war, deutlich dominiert und nach Toren von Jana Schadrack (3), Nicole Towitschke und Jessica Kubitzki Phönix Wildau mit 5:0 geschlagen.

 

Auch ein paar Kilometer entfernt, an der Triftstraße in Blankenfelde, wurde zu dieser Zeit gefeiert, im Vereinsheim des BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow nämlich.

Ob es ein glücklicher Sieg war?
„Jein“, befand Bernd Fischer,
der Kapitän und Mannschaftsverantwortliche,
„sicher ist der Ausgleichstreffer spät gefallen, aber wir haben uns auf die Gegebenheiten eingestellt.“

Großbeeren habe zwar die erste und lange die zweite Halbzeit dominiert, aber wir haben ganz bewusst erst einmal defensiv gespielt.

„Am Ende war es ein verdienter Sieg“, befand Fischer.

 

 

Den bejubelte auch die SG Niederlehme, nachdem sie im dritten Spiel in der HDS-Arena gestern den Kreispokal der Männer gewonnen hatten. Die Niederlehmer, die schon in der Kreisliga mit einer starken Rückrunde überzeugen konnten und es bis auf den sechsten Tabellenplatz schafften, gewannen vor über 1000 Zuschauern das Finale gegen die SG Schulzendorf mit 1:0. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Stephan Rosenberg phasenweise zwar Feld- und Chancenvorteile, doch gelang es ihr gegen die kampfstarken Schulzendorfer lange Zeit nicht, sich entscheidend durchzusetzen.

Schon drohte die Verlängerung, da gelang Niederlehme doch noch die Entscheidung. Ein Schulzendorfer Freistoß in der gegnerischen Hälfte wurde abgewehrt, und nach Gegenzug über die linke Seite startete Wrona ein phänomenales Solo.

Auf kurzem Raum versetzte er drei Gegenspieler, zog dabei nach innen, und spielte ab auf Kroll, der mit schnellem und platziertem Abschluss Torhüter Frank überwinden konnte (90.). Mit kompromisslosen Aktionen verteidigten die Niederlehmer ihren wertvollen Vorsprung bis zum Abpfiff.

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