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Finale ooohhhoooo!!!

03.05.2015 von Thomas Widdua (Kommentare: 0)

Sperenberg: Steffi Doeltz, Jaqueline Spieth, Laura Sommer, Lisa Reuter, Doreen Härtel, Christina Köppen, Madeleine Kaiser. Laura Wickert.

BSC: Andrea Haug - Sandra Niehoff, Maria Schmidt, Judith Schmolinske, Jacqueline Starck, Viktoria Jüch, Carmen Bartels. Neele Almer, Kimberly Rehfeldt, Lisa Seidel, Isabel Hartwig.

Wechsel: Neele Almer für Jacqueline Starck (18.), Lisa Seidel für Viktoria Jüch (18.), Isabel Hartwig für Judith Schmolinske (30.), Jacqueline Starck für Lisa Seidel (32.). Kimberly Rehfeldt für Isabel Hartwig (36.), Viktoria Jüch für Neele Almer (36.), Lisa Seidel für Kimberly Rehfeldt (47.), Neele Almer für Viktoria Jüch (53.), Judith Schmolinske für Lisa Seidel (57.), Isabel Hartwig für Neele Almer (64.).

persönliche Strafen: Gelb für Laura Wickert (30., F)

Tore: 0:1 Lisa Seidel (23., Carmen Bartels), 0:2 Lisa Seidel (57., Carmen Bartels), 1:2 Maria Schmidt (58., Eigentor).

Die Abtastphase dieses Pokal-Halbfinals dauerte nur knapp zwei Minuten, danach übernahmen die Gäste die Regie auf dem Platz und schnürte den KSV zeitweise minutenlang in deren Hälfte ein, ohne dass die BSC-Ladies frühzeitig Kapital aus der Situation schlagen konnten. Der KSV kam zu einzelnen Kontern, welche wie Nadelstiche gesetzt werden sollten. So hatten die Preußen zwar die Überzahl an Abschlüssen, die Gastgeberinnen jedoch die gefährlicheren.

Die Preußen wollten aus ihrer eingespielten Abwehr mit Torfrau Andrea Haug, und ihren Vorderleute Sandra Niehoff und Maria Schmidt das Spiel kontrollieren. In der Zentrale hatte Judith Schmolinske die Aufgabe das Spiel zu ordnen und aufzubauen. Auf dem Außen begannen Jacqueline Starck und Viktoria Jüch und im Angriff sollte Carmen Bartels die Abwehr „aufmischen“.

Wenn es aus dem Spiel heraus nicht klappen will, müssen halt - mal wieder – Standartsituationen den Ausschlag geben. In der 23. Spielminute wurde den BSC-Ladies ca. zwanzig Meter vor dem RSV-Gehäuse, in zentraler Position, ein Freistoß zugesprochen. Judith Schmolinske, Carmen Bartels und Lisa Seidel standen zur Ausführung bereit, beratschlagten jedoch noch und schickte anschließend Lisa Seidel vor das Tor, wo schon Neele Almer und Sandra Niehoff den Ball erwarteten. Während die flinke Außenspielerin links an der Mauer vorbei in Richtung Strafraum lief, servierte ihr Carmen Bartels den Ball und nach ein, zwei schnellen Schritten schloss Lisa Seidel zu ihrem zweiten Pokaltreffer in dieser Saison ins kurze Eck ab.

Auch nach dem Führungstreffer änderte sich nichts an den Spielanteilen, auch wenn eine gewisse Nervosität nie richtig abgelegt werden konnte. Statt dem sicheren „Hinten herum spielen“, wurden Bälle leichtfertig zu Einwürfen und Eckbällen verschenkt.

Kurz vor der Pause wurde Isabel Hartwig auf die Reise geschickt, und konnte nur durch ein Foulspiel am 2:0 gehindert werden. Doch auch wenn der Freistoß von Carmen Bartels zweimal ausgeführt werden durfte (eine Abwehrspielerin lief zu früh aus der Mauer), konnte die Führung noch nicht ausgebaut werden (35.).

Nach der Pause erwarteten die Trainer einen Sturmlauf der Gastgeberinnen, schließlich gibt es für eine knappe Pokalniederlage auch keine Blumen. Doch zunächst waren es wieder die Preußen, die für die Musik im Spiel sorgten. Schöne Spielszenen mischten sich jetzt ins Spiel, doch Steffi Doeltz im RSV-Tor hielt ihre Mannschaft mit Paraden gegen Neele Almer, Jacqueline Starck, Carmen Bartels, Viktoria Jüch und Judith Schmolinske ein ums andere Mal im Spiel. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Gastgeberinnen dann doch noch offensiver, und auch Andrea Haug im Preußen-Tor und ihre Abwehrspielerinnen Maria Schmidt und Sandra Niehoff konnten sich auszeichnen. Jacqueline Starck ersetzte die angeschlagene Judith Schmolinske im zentralen Mittelfeld und agierte so als "Staubsauger" vor der Abwehr. Auch Kimberly Rehfeldt musste verletzt das Feld räumen.

In der 57. Spielminute sollte dann der Genickschlag für die Sperenberger Finalträume gesetzt werden. Carmen Bartels erkämpfte links in der eigenen Hälfte den Ball, spielte noch eine Spielerin aus und setzt erneut die auf der rechten Seite startende Lisa Seidel diagonal in Szene. Lisa Seidel lief nun völlig blank auf Steffi Doeltz zu und vollendet erneut im kurzen Eck.

Aus dem Anstoß heraus spielten die Gastgeberinnen den Ball über die rechte Seite und Laura Wickert flankte den Ball vor das BSC-Tor. Maria Schmidt wollten den Ball mit ihrem „Teleskop-Bein“ (Insider) zum Eckball klären, doch die Kugel fand den Weg ins Netz (58.).

Dieser Anschlusstreffer belebte die Angriffsbemühungen der Gastgeberinnen, zudem hielten die vergebenen Großchancen der Preußen die Finalglut der Sperenbergerinnen am glimmen. Die letzten zehn Minuten avancierten zu einer waren Abwehrschlacht der Preußen, doch mit vereinten Kräften konnte der knappe Vorsprung über die Zeit gebracht werden.

Fazit: Es war die erwartet schwere Aufgabe, welche das Team bei sommerlichen Temperaturen kämpferisch gelöst hat. Zu Maria sei gesagt, dass selbst der Lichtgestalt des deutschen Fußballs, Franz Beckenbauer, während seiner Profi-Laufbahn 5 Eigentore unterliefen und hätten unsere Angreiferinnen nicht so viele „Fehler“ im Form von Auslassen der Möglichkeiten gemacht, wäre der eine „Fehler“ nicht ins Gewicht gefallen. „Hätte, wenn und aber“, wir stehen nach dem Pokalsieg 2014 erneut im Finale.

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