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Selbst um den Lohn der Vorbereitung gebracht

29.03.2015 von Thomas Widdua (Kommentare: 0)

BSC: Andrea Haug - Maria Schmidt, Sandra Niehoff, Carmen Bartels, Lisa Seidel, Viktoria Jüch, Judith Schmolinske. Kimberly Rehfeldt, Isabel Hartwig.

Wechsel: Kimberly Rehfeldt für Lisa Seidel (13.), Isabel Hartwig für Viktoria Jüch (18.), Lisa Seidel für Isabel Hartwig (27.), Viktoria Jüch für Kimberly Rehfeld (36.), Kimberly Rehfeldt für Lisa Seidel (36.), Isabel Hartwig für Judith Schmolinske (38.), Judith Schmolinske für Kimberly Rehfeldt (44.), Lisa Seidel für Isabel Hartwig (49.), Isabel Hartwig für Viktoria Jüch (53.), Kimberly Rehfeldt für Lisa Seidel (57.).

Tore: 1:0 (10.), 2:0 (56.), 2:1 Sandra Niehoff (67., Judith Schmolinske)

Vor dem Spiel wiesen die Trainer das Team an, auf Grund der angespannten Personalsituation nicht die sichtbar unnützen Wege zu gehen, eher clever zu stehen und Ball und Gegner laufen zu lassen.

Nicht nur, dass weite Strecken des ersten Abschnittes, diese unnützen Wege tatsächlich nicht gemacht wurden, so war man auch nicht bereit nützliche Bewegungen auf sich zunehmen. Vielmehr überließ man dem Gegner oft leichtfertig das Spielgerät und somit die Vorherrschaft auf dem schweren Geläuf.

In den wenigen eigenen Gelegenheiten zeigte sich aber, dass Niederlehme keineswegs unverwundbar war. Die beste Chance hatte Lisa Seidel, doch ihr Schlenzer, fast von der linken Außenseite, segelte über die Torfrau hinweg, an den „langen Pfosten“ und sprang an der herankommenden Viktoria Jüch vorbei ins Spielfeld zurück (13.). Zu diesem Zeitpunkt lagen die Preußen-Ladies jedoch schon mit 0:1 hinten. Der Rückstand entstand aus einem sehr schönem Spielzug, den allerdings die Preußen selbst einleiteten, weil in einem Angriff die Laufwege zwischen Lisa Seidel und Sandra Niehoff nicht abgestimmt waren und sich beide Spielerinnen nach Ballverlust, gegenseitig im Weg standen, bzw. sich selbst über den Haufen rannten. Der Konter lief über drei Stationen und eine lange Flanke die über Carmen Bartels hinweg zur Schützin kam, die den Ball direkt ins lange Eck vollendete (10.).

In der Folge wogte das Spiel mehr Schlecht als Recht hin und her, ohne dass eine der beiden Mannschaften Torchancen zu verzeichnen hatte. Niederlehme mühte sich, scheiterte jedoch am letzten Pass, oder an der recht gut aufgelegten Maria Schmidt, und die Preußen wählten von mehreren Möglichkeiten, oft die schlechteste.

Nach der Kabinenpredigt wollten die Preußen in Person von Lisa Seidel, alles besser machen. Vom Anstoß weg wurde sie von Viktoria Jüch in Szene gesetzt, die „letzte Frau“ der SG holte die flinke Angreiferin nach nur 13 Sekunden an der Strafraumgrenze irregulär von den Beinen. Der sichtlich überforderte Schiedsrichter legte den Tatort nicht nur fünf Meter nach hinten, sondern ließ die fehlbare Spielerin mit „nur gelb“ auf dem Feld.

Zwar waren die Preußen nun stark feldüberlegen, doch durch falsche Zuordnungen und Laufwege waren wir nicht in der Lage die Räume eng zu halten und für uns zu nutzen. Auch das 0:2 aus Sicht der Gäste resultiert aus einer mehr als ärgerlichen Situation, nicht nur, dass der eigene Angriff „verschenkt“ wurde, auch in der anschließenden 4:3-Überzahl-Situation stellten wir uns Anfängerhaft an, nachdem die aufopferungsvoll kämpfende Maria Schmidt ausgespielt wurde, konnte eine Angreiferin von der Seitenauslinie parallel zur Torauslinie laufen, ohne energisch gestört zu werden, um abschließend Andrea Haug in der kurzen Ecke zu verladen (56.).

In der 67. Spielminute fing Lisa Seidel einen Freistoß von der Mittellinie ab, spielte Judith Schmolinske an, welche die aufrückende Sandra Niehoff bediente, die zum – leider zu späten – Anschlusstreffer einnetzte.

In der Schlussphase standen leider persönliche Eitelkeiten dem mannschaftlichem Erfolg übergeordnet gegenüber, so dass es letztlich ein verdienter Sieg für die SG war, wobei wir die Niederlage mehr verdient hatten, als die Gastgeberinnen den Sieg.

Positiv bleibt zu erwähnen, dass Isabel Hartwig nach ihrer Babypause den Weg zurück auf das Feld gefunden hat, und man ihr den ein oder anderen „Stockfehler“ noch am ehesten verzeihen konnte.

Fazit: Das war böse. Gegenüber der Vorbereitung war die Mannschaft leider nicht wiederzuerkennen, schlimmer noch präsentierte man sich heute leider nicht immer als Mannschaft und daran sind wir heute zerbrochen. Nun heißt es für die Trainer in den nächsten drei Wochen dies wieder zu beheben und das Team zurück in die Spur zubringen.

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